Mai 2014 / Brücken-Center Ansbach

Investition in die Qualität und Kompetenz

Überregional attraktiver mit anspruchsvollen Mode-Sortimenten

Das Shopping Center plant eine weitere Stärkung der Anziehungskraft durch die gezielte Aufwertung der Strukturen

Handel ist Wandel: Veränderungen der Konsum-Landschaft sind alltäglich und werden von den Kunden aufmerksam beobachtet. Aktuell wächst bekanntlich der E-Commerce dynamisch. Diese und andere Einflüsse verschärfen nicht nur den seit jeher intensiven Wettbewerb zwischen verschiedenen Handelsformen, sondern auch zwischen den Einkaufsstädten. Vor diesem Hintergrund ist die laufende Überprüfung und aktive Weiterentwicklung aller Konzepte geboten. „Darüber wollen wir die Öffentlichkeit im Bewusstsein unserer Mitverantwortung für die Attraktivität des gesamten Handelsstandorts Ansbach informieren“, so Andreas Schmid, Geschäftsführer im Brücken-Center (BCA).

Im Ansbacher Shopping Center waren seit der Eröffnung 1997 kaum Anpassungen erforderlich. Dies zeigt, dass die Verantwortlichen der Stadt sowie der Regierung dem Investor eine nachhaltige Center-Konzeption ermöglicht haben, die im partnerschaftlichen Zusammenwirken mit der Mieterschaft und weiteren Partnern überzeugend umgesetzt wurde. Zuletzt bestätigten dies auch Top-Platzierungen bei bundesweiten Center-Vergleichen der Fachpresse (Immobilien-Zeitung mit CBRE/Ecostra). Ansbach hat also eindeutig an Anziehungskraft gewonnen.

Nach der Schließung des Praktiker-Baumarktes besteht nun erneut Handlungsbedarf und -spielraum. Gesellschafter und Geschäftsführung haben seitdem vielfältige Grundriss-Optionen mit potenziellen Partnern intensiv diskutiert. Die Ideen reichten von einer kleingliedrigen Ladenstraße bis hin zur Belegung der verfügbaren Flächen mit nur einem Anbieter. Von der Neuansiedlung eines Bau-/Gartenmarktes wurde dabei abgesehen, da zeitgemäße Großprojekte enorme Verkaufs- und Verkehrsflächen erfordern. Die Logistik (u. a. Anlieferung/Abholung sperriger Güter) passt kaum mehr in zentrale Lagen. Auch Ansbachs Innenstadt hat sich in ihren Räumen und Achsen verdichtet. Zur Wahrung des städtebaulichen Charakters werden heute eher feingliedrige Strukturen bevorzugt.

Im Brücken-Center wird dies durch die geplante Aufteilung der Praktiker-Fläche in mehrere Mieteinheiten und die dreifache Öffnung der Westfassade angestrebt. Die Strategie zielt darauf ab, wieder einen „Magnet-Anbieter“ zu integrieren, der mit echter Sortiments- und Beratungskompetenz über die Stadtgrenzen hinaus wirkt. Wobei ein mittelständischer Partner bevorzugt wird: regional verwurzelt, vom Inhaber geprägt und innovativ ausgerichtet.

Neue Kunden, neue Arbeitsplätze

Mit TC Buckenmaier steht ein Interessent bereit, der in ein attraktives Modehaus investieren möchte. Fassaden und Einrichtung sollen hochwertig gestaltet, wertige Marken auf passendem Preisniveau spannend inszeniert werden. Nur überregionale Strahlkraft holt Kaufkraft zurück – dies gilt speziell für die Ränder des Ansbacher Einzugsgebietes. Dass sich durchaus auch im Wettbewerb mit Metropolen etwas bewegen lässt, zeigt als „Best-Practice-Beispiel“ das Modehaus Garhammer in Waldkirchen (Niederbayern/Bayerischer Wald). Es zieht sogar Kunden aus München an.

Verbleibende BCA-Flächen im Nordteil des früheren Praktiker-Gebäudes sollen dem ebenfalls inhabergeführten Bettenhaus Stuth die Möglichkeit zu einer weiterhin erfolgreichen Entwicklung eröffnen. Abgerundet wird das Konzept schließlich durch ein ergänzendes Fachmarkt-Angebot, das noch nicht im Detail definiert ist.

Für Ansbach zeichnen sich bei wachsenden Einzugsradien mehr als fünfzig neue Arbeits- und Ausbildungsplätze ab, davon mindestens die Hälfte in Vollzeit. Das Projekt verspricht also eine Betonung der oberzentralen Funktion, die allen Marktteilnehmern entgegen kommt. Qualität, Kompetenz und Service haben Vorrang vor purer Quantität.

Die Fortschreibung und Feinjustierung des vor rund zwei Jahrzehnten skizzierten Planungsrahmens ist beantragt. Darüber werden zunächst der Bauausschuss und der Stadtrat befinden. Wobei der Investorenkreis auf einen anhaltend konstruktiven Dialog vertraut. Bei einem zügigen Einsatz der Handwerker aus der Region könnte die neue Modewelt in Ansbach ab dem Frühjahr 2015 Kunden aus nah und fern begeistern.

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