August 2014 / DV Immobilien Management GmbH

„In der Immobilienwirtschaft stellen sich faszinierende Aufgaben“

Christian Bretthauer

Interview Christian Bretthauer mit dem BFW-Magazin

„Wenn Sie nicht in der Immobilienwirtschaft tätig wären, welchen Beruf würden Sie gerne ausüben und warum?“

Nachdem ich Mathematik studiert habe, könnte ich mir verschiedene Berufe oder Funktionen vorstellen, in denen nicht zuletzt analytisches, vernetztes Denken gefragt ist: Das Thema Stadtentwicklung mit all seinen sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Bezügen beispielsweise finde ich sehr interessant. Da geht es um weit mehr als nur um trockene Planungsprozesse.

„Was ist Ihrer Ansicht nach das spannendste an der immobilienwirtschaftlichen Branche?“

Es ist eine faszinierende Aufgabe, aus einer Fülle an Informationen elementare gesellschaftliche bzw. volkswirtschaftliche Trends heraus zu filtern und passende bauliche Strukturen zu entwickeln. Sie müssen zum einen über Jahrzehnte hinweg immer wieder wechselnden Anforderungen genügen und zum anderen architektonisch Bestand haben. Im Idealfall glückt bei der Realisierung innovativer Immobilien bzw. Standorte die Ausprägung einer eigenen Identität und Dynamik ebenso wie die organische Implantation in den Stadtkörper.

„Was würden Sie tun, wenn Sie für einen Tag Bayerischer Ministerpräsident wären?“

Das Jahr der Entbürokratisierung ausrufen und alle freien Haushaltsmittel sofort in Infrastruktur- und Bildungsprojekte investieren.

„Wenn morgen Ihr letzter Tag im Amt wäre, welche letzte Amtshandlung läge Ihnen besonders am Herzen?“

In meiner unternehmerischen Funktion wäre (bzw. ist) es mir wichtig, tragfähige Fundamente für die langfristige Entwicklung und Expansion zu legen, um die Substanz ebenso zu sichern wie die Jobs.

„Wobei können Sie am besten von einer harten Arbeitswoche entspannen?“

Unter anderem beim Skifahren, beim Fußballspielen oder bei einem schnellen Tischtennis-Match. Aber durchaus auch in einem gut konstruierten und gestalteten Auto auf einer halbwegs staufreien Strecke. Wobei ich gerne auch mit gemächlichen 80 km/h im Wohnmobil mit meiner Familie irgendwo unterwegs bin und es genieße, ungezwungen Urlaub zu machen, spontan Städte oder Landschaften zu entdecken. Krawatten-Termine haben wir ja alle mehr als genug.

„Welche Attribute verbinden Sie persönlich mit der vielzitierten ‚Bayerischen Lebensart‘?“

Die Devise „Leben und leben lassen“ steht zu Recht fast schon sprichwörtlich für die typisch bayerische Liberalität, die eine dickschädlig-wertkonservative Grundhaltung mit einer durchaus barocken Lebensfreude sowie einer angenehmen Offenheit und Internationalität vereint. Die Bayern nehmen Gottseidank nicht alles bierernst, sondern haben sich trotz ihrer stoisch-gesunden Bodenständigkeit und hohen Leistungsbereitschaft einen hintersinnigen Humor bewahrt.

„Was macht Bayern für Sie zu etwas ganz Besonderem?“

Wir können in wunderschönen Landschaften ohne große industrielle Altlasten zukunftsorientierte Strukturen mit einem gesunden Mix von Global Playern und einem breiten Mittelstand aufbauen. Diese gelungene Verschmelzung eines intakten historischen Erbes mit innovativen Technologien findet man nicht allzu oft auf der Welt. Wo sonst sollte sich die kreative Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft besser entfalten als rund um die bayerischen Berge, Seen, Kirchen oder Biergärten, die Millionen Touristen anlocken? Nicht nur in der eindrucksvollen Welterbe-Stadt Regensburg erfahre und genieße ich das Privileg, im Freistaat leben und arbeiten zu dürfen, jeden Tag aufs Neue.

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