August 2017 / Brücken-Center Ansbach / FLZ

Das Brücken-Center will Ansbach weiterhin voranbringen

Manager sind nach den ersten 20 Jahren zufrieden - Jährlich rund 5,5 Millionen Besucher - ,,Gutes Verhältnis" zu Citymarketing

ANSBACH - Rund 5,5 Millionen Menschen besuchen im Jahr das Brücken-Center in Ansbach. Die beiden Geschäftsführer Christian Bretthauer und Andreas Schmid zeigten sich gestern 20 Jahre nach der Eröffnung des Centers zufrieden mit den Zahlen. Für die nächsten Jahre nannten sie vor allem zwei Ziele: erstens möchte man in Zeiten des Online-Handels weiterhin „als Treffpunkt" gut abschneiden und zweitens will man auch künftig mithelfen, die Stadt Ansbach insgesamt voranzubringen.

Andreas Schmid erinnerte in seinem Rückblick an die ersten Überlegungen im Jahr 1992. Damals verließ die US-Armee die Hindenburg Kaserne am Rande der Altstadt. Nach längeren Diskussionen entschied sich der Stadtrat, auf einem Teil des Geländes ein Einkaufszentrum zu errichten. ,,Die Kaufkraft soll nicht länger abfließen", so die Hoffnung. Gestern meldeten die Verantwortlichen des Brücken-Centers einmal mehr Vollzug. ,,Das Oberzentrum Ansbach hat an Kaufkraft gewonnen", sagte Schmid als örtlicher Geschäftsführer.

Zu Spitzenzeiten erreichte Ansbachs Einzelhandelszentralität im Jahr 2004 nach den Zahlen des Nürnberger Marktforschungszentrums GfK 187,7 Punkte. ,,Auch in jüngerer Zeit bewegte sich die Kennziffer mit Werten um 140 deutlich über dem Durchschnitt", heißt es in einer Presseinformation des Brücken-Centers. Salopp ausgedrückt bedeutet das: Ansbach lockt jede Menge Käufer aus umliegenden Städten und Gemeinden an. Bei der Muttergesellschaft der Einkaufsmeile, der DV Immobilien Management GmbH aus Regensburg (früher Dr. Vielberth Verwaltung), rechnet man mit etwa 300.000 möglichen Kunden. Als Einzugsgebiet gilt der Raum zwischen Nürnberg, Crailsheim, Rothenburg und Neustadt/Aisch. „Auch Touristen aus dem Seenland machen gern Tagesausflüge.

Und mancher Center-Besucher entdeckt ,nebenbei‘ die Handels-, Gastronomie- und Kulturangebote auf den Gassen der Altstadt.“ Die Altstadt samt Fußgängerzone liegt den Brücken-Center-Managern nach ihrem eigenen Bekunden durchaus am Herzen. Der Zentralgeschäftsführer der DV Immobilen Gruppe, Christian Bretthauer, lässt sich beispielsweise so zitieren: ,,Wir haben in den vergangenen drei, vier Jahren unsere Chancen genutzt und dabei immer versucht, das Profil der gesamten Einkaufsstadt zu schärfen.“

Dazu gehört die Mitgliedschaft im Verein Citymarketing  Ansbach (CMAN). Im vergangenen Herbst erklärte das Brücken-Center dennoch, man verlasse den Verein (die FLZ berichtete). So manche Diskussion im Stadtrat (Erweiterung TC Buckenmaier und das Hin und Her um die Ansiedlung von „Depot" im Retti-Center) war den Managern sauer aufgestoßen. Heute heißt es: ,,Wir wollten ein Zeichen setzen“ - und die Verantwortlichen sind zufrieden. Andreas Schmid nennt das Verhältnis zu Citymarketing „gut". Die Partner arbeiten wieder zusammen, auch weil man sich zu regelmäßigen Gesprächen mit Oberbürgermeisterin Carda Seidel und den Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat trifft. Dass es 2018 und 2019 wieder drei verkaufsoffene Sonntage in Ansbach gibt, ist laut Schmid ein positives Ergebnis aus diesen Gesprächen. Zum Jubiläum kündigte Schmid zwei Premieren an. Das „Dänische Bettenlager" und das Japan-Restaurant „Hiro Sakao" mieten sich ein. Zudem gibt es besondere Angebote. So erhalten am 4. September die ersten 100 Besucher, die 1997 geboren sind und ihren Ausweis an der Infozentrale vorzeigen, einen 20-Euro-Gutschein.
SEBASTIAN HABERL


Zahlen aus dem Brücken-Center

Erfolgreich schneidet das Brücken-Center im Shopping Center Performance Report 2016 ab. Mit der Note 1,92 erreichte Ansbach bundesweit Rang 19 von 400 Häusern. Im bayerischen Vergleich bedeutet das Platz 3, hinter dem Einkaufszentrum Abensberg und dem Rotmain-Center in Bayreuth.

Als mittelständisches Familienunternehmen gibt die DV Immobilien Gruppe keine Umsatzzahlen bekannt. Einen Anhaltspunkt für die Stellung im Markt liefert die sogenannte Flächenproduktivität. Die Kennziffer errechnet sich aus dem Umsatz pro Quadratmeter Verkaufsfläche. Sie liegt bundesweit im Durchschnitt bei rund 4000 Euro. Das Brücken-Center „liegt deutlich darüber".

Mit mehr als 90 Mietern hat das Center Verträge abgeschlossen. Rund 30 Partner sind von Anfang an dabei.

Arbeiteten vor 20 Jahren rund 750 Frauen und Männer auf dem Gelände, sind es inzwischen je nach Jahreszeit bis zu 1000, darunter 65 Auszubildende und zahlreiche Teilzeitbeschäftigte.

Bei 90 Prozent liegt der Gesamtwirkungsgrad der Fernwärme-Heizung.

60 Kubikmeter fasst die Zisterne, die abends die Grünzonen (8000 Quadratmeter) und die Brunnen mit Wasser versorgt.

sh

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